Katastrophenschutzübung in Augsburg

Foto: Maximilian Tauch
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Weil im Notfall jeder Handgriff sitzen muss, wird in Großstädten wie Augsburg mindestens einmal alle sechs Jahre trainiert. Eine Übung in diesem Turnus ist Pflicht, betont die Stadt in einer Mitteilung. Zuletzt konnten die Evakuierungsmaßnahmen 2016, als man Teile Augsburgs für die Entschärfung eines Blindgängers räumen musste, als Katastrophenschutzvollübung anerkannt werden, erklärte Anselm Brieger von der Augsburger Feuerwehr. Nun jedoch mussten mit erheblichem Aufwand mehrere Unfall- und Katastrophenszenarien geplant und koordiniert werden. Bereits am frühen Sonntagmorgen wurde ein erstes, rein fiktives Szenario durchgespielt. In der FüGK, der Führungsgruppe Katastrophenschutz, kümmerte sich ein Stab aus Vertretern von Stadt, Stadtwerken, Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen in der Feuerwache um eine Verunreinigung des Trinkwassers und ging dabei alle nötigen Schritte für einen solchen Notfall durch.

Viel aufwendiger gestalteten sich die real nachgespielten Übungen. Um kurz nach 9 Uhr gab Oberbürgermeisterin Eva Weber mit einem Notruf in der Leitstelle den Startschuss für die weiteren Szenarien, für die im Vorfeld mehrere Straßen rund um die Nagahama-Allee gesperrt werden mussten. Hier wurde zunächst mit etwa 200 realistisch geschminkten Statisten ein schwerer Busunfall simuliert, bei dem es zu einem sogenannten Massenanfall von Verletzten gekommen war, die dann von den Helfern per Triage versorgt werden mussten. Als weiteres Szenario stellten Freiwillige, mit ihren Autos in einer Art „Auto-Flashmob” einen Stau nach. Dort kam es im Schleifentunnel zu einem Auffahrunfall mit mehreren Fahrzeugen und erneut zahlreichen Verletzten. Die Rettungskräfte mussten sich im komplett verrauchten Tunnel unter Atemschutz zur Brandstelle vorkämpfen, die Verletzten bergen und im Anschluss den Brand löschen. Dabei wurden die Einsatzkräfte in jedem Moment von Fachleuten aus ganz Bayern beobachtet und bewertet. Die Analyse der aufwendigen Übung wird in den kommenden Wochen erwartet. (mjt)


Von Maximilian Tauch
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