Veröffentlicht am 04.02.2024 16:00

„Messen müssen sich neu erfinden”

Die Veranstalter von Afa, Volt und Immobilientagen wollen ihr Konzept weiter verbessern und schließen dabei auch weitere Kooperationen nicht aus.  (Foto: Maximilian Tauch )
Die Veranstalter von Afa, Volt und Immobilientagen wollen ihr Konzept weiter verbessern und schließen dabei auch weitere Kooperationen nicht aus. (Foto: Maximilian Tauch )
Die Veranstalter von Afa, Volt und Immobilientagen wollen ihr Konzept weiter verbessern und schließen dabei auch weitere Kooperationen nicht aus. (Foto: Maximilian Tauch )
Die Veranstalter von Afa, Volt und Immobilientagen wollen ihr Konzept weiter verbessern und schließen dabei auch weitere Kooperationen nicht aus. (Foto: Maximilian Tauch )
Die Veranstalter von Afa, Volt und Immobilientagen wollen ihr Konzept weiter verbessern und schließen dabei auch weitere Kooperationen nicht aus. (Foto: Maximilian Tauch )

In der Messe-Branche ist derzeit viel in Bewegung. Auch wenn der Standort Augsburg die abgewanderten Termine ersetzen konnte, die Veranstalter müssen immer mehr um jeden einzelnen Besucher werben. Besonders betroffen sind Verbrauchermessen wie die Afa, deren Veranstalter auf der diesjährigen Eröffnung künftige Zusammenarbeiten mit weiteren Messen ansprachen. Denn während Fachmessen noch eher auf ihr Publikum zählen können, kämpfen gerade Verbrauchermessen gegen ein verändertes Konsumverhalten und Konkurrenz aus dem Internet an.

In Augsburg geht man seit vergangenem Jahr deshalb einen Sonderweg. Die Augsburger Frühjahrsausstellung startete 2023 zusammen mit den Immobilientagen und der Elektromobilitätsmesse Volt als Messe-Trio. Damit sollen Kosten gespart, Synergien genutzt und natürlich Anreize für die Besucher geschaffen werden.

Wie die Veranstalter am Freitag bei der Eröffnung betonten, sei das Modell ein „absolutes Novum“. „In Messe-Deutschland gibt es keinen einzigen zweiten Fall, wo zwei private Veranstalter sich zusammentun“, meinte Thilo Könicke, Geschäftsführer des Afa-Veranstalters Afag. Die Veranstalter befinden sich derzeit in einer Phase, „in der sich Messen neu erfinden müssen“, führte er weiter aus. Gemeinsam wollten sich beide Veranstalter, ProAir Medienagentur sowie die Afag aus Nürnberg, den Herausforderungen allerdings stellen. Zum Start des Konzepts 2023 wurden die eigenen Erwartungen von 25 000 Besuchern übertroffen. Es wurden am Ende insgesamt 27 500 Karten verkauft und die Premiere damit als Erfolg verbucht. Für 2024 war das Ziel, das gemeinsame Konzept auszubauen und etwa 30 000 Tickets zu verkaufen. Beim Ausbau des gemeinsamen Konzepts ist das Veranstalter-Duo nach eigenem Bekunden bereits einen Schritt weiter. Was im Premierenjahr ein Nebeneinander war, ist nun viel eher ein Miteinander, betont Henning Könicke von der Afag.

Ob das verbesserte Konzept auch vom Augsburger Publikum angenommen wird, müssen die Ticketverkäufe in diesem Jahr zeigen. Vereinzelt waren am Freitag Beschwerden unter den Besuchern zu vernehmen. Hauptkritikpunkt war die Anzahl der Aussteller. Wehmütig wurde die Afa mit früheren Glanzzeiten verglichen, zu denen die Messe alleine 90 000 Gäste in die Hallen lockte. Dass die Frühjahrsausstellung in dieser Größe so nicht wiederkommen wird, ist allen Beteiligten klar. Die Planer hatten am Freitag allerdings einen positiven Ausblick. In der jüngsten Vergangenheit war es nicht immer einfach, Firmen bei „übervollen Auftragsbüchern“ von einem Messestand zu überzeugen. Das ändert sich derzeit jedoch, so Henning Könicke. (mjt)

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