Veröffentlicht am 18.01.2024 23:00

Neuer Wahlkreis geplant: Südlicher Landkreis Augsburg wählt mit dem Allgäu

Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz ist mit den Plänen der Regierungskoalition zur Schaffung eines neuen Wahlkreises in Bayerisch-Schwaben nicht einverstanden. (Foto: Daniel Biskup)
Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz ist mit den Plänen der Regierungskoalition zur Schaffung eines neuen Wahlkreises in Bayerisch-Schwaben nicht einverstanden. (Foto: Daniel Biskup)
Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz ist mit den Plänen der Regierungskoalition zur Schaffung eines neuen Wahlkreises in Bayerisch-Schwaben nicht einverstanden. (Foto: Daniel Biskup)
Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz ist mit den Plänen der Regierungskoalition zur Schaffung eines neuen Wahlkreises in Bayerisch-Schwaben nicht einverstanden. (Foto: Daniel Biskup)
Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz ist mit den Plänen der Regierungskoalition zur Schaffung eines neuen Wahlkreises in Bayerisch-Schwaben nicht einverstanden. (Foto: Daniel Biskup)

Schon für die Bundestagswahl 2025 soll es in Bayern einen neuen Wahlkreis geben, genauer im südlichen Schwaben. Dafür hat nun der Innenausschuss des Bundestags den Weg frei gemacht. Doch die Änderung, die auch den Wahlkreis Augsburg-Land betrifft, stößt nicht überall auf Gegenliebe.

Der Wahlkreis Augsburg-Land umfasst bislang weite Teile des Landkreises Aichach-Friedberg sowie den Landkreis Augsburg mit Ausnahme der Stadt Königsbrunn und der Gemeinde Altenmünster. Mit der geplanten Änderung sollen in den neuen Wahlkreis 255 Memmingen-Unterallgäu die Gemeinden Fischach, Schwabmünchen, Langenneufnach, Mickhausen, Mittelneufnach, Scherstetten und Walkertshofen übergehen. Die Gemeinden Graben, Großaitingen, Kleinaitingen, Oberottmarshausen, Hiltenfingen, Langerringen sowie Klosterlechfeld und Untermeitingen würden hingegen dem bereits bestehenden Wahlkreis Ostallgäu zugeordnet. Dafür kämen Königsbrunn und Altenmünster wieder zu Augsburg-Land.

CSU-Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz übt an diesem Vorhaben Kritik. „Das über Jahrzehnte gewachsene Gefüge regionaler Identitäten und Gebietskörperschaften soll getrennt werden”, sieht Durz die Regierungskoalition auf einem falschen Weg. Der im Zuge der Gebietsreform in den 70er Jahren entstandene Landkreis Augsburg habe in den vergangenen Jahrzehnten eine gemeinsame regionale Identität entwickelt. Dieses Zugehörigkeitsgefühl werde durch das Auseinanderreißen des südlichen Landkreises in unterschiedliche Bundeswahlkreise geschwächt, so Durz.

Allerdings könnte diese neue Einteilung auch schon bald wieder der Vergangenheit angehören. Wie Durz selber anmahnt, sind die beiden neuen beziehungsweise angepassten schwäbischen Wahlkreise Memmingen-Unterallgäu und Ostallgäu einfach zu klein. Um die Stimmengleichheit zu gewährleisten, dürfen laut dem neuen Wahlgesetz der Ampel bei der übernächsten Wahl die Wahlkreisgrößen maximal um 15 Prozent von der durchschnittlichen Bevölkerung in Wahlkreisen abweichen. Doch diese beiden Wahlkreise weichen rund 20 Prozent von der vorgegebenen Größe ab. Nachhaltig sei das nicht, kritisiert Durz.

In der nächsten Sitzungswoche des Deutschen Bundestages soll die Änderung mit der Mehrheit der Regierungskoalition beschlossen werden. (pm)

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