Unangemessenes Verhalten beim Modular? – Untersuchungsstelle eingerichtet

Fehlverhalten und Machtmissbrauch in Zusammenhang mit dem Modularfestival? Eine Frankfurter Kanzlei soll sich ab sofort um Vorwürfe kümmern. (Foto: Maximilian Tauch)
Fehlverhalten und Machtmissbrauch in Zusammenhang mit dem Modularfestival? Eine Frankfurter Kanzlei soll sich ab sofort um Vorwürfe kümmern. (Foto: Maximilian Tauch)
Fehlverhalten und Machtmissbrauch in Zusammenhang mit dem Modularfestival? Eine Frankfurter Kanzlei soll sich ab sofort um Vorwürfe kümmern. (Foto: Maximilian Tauch)
Fehlverhalten und Machtmissbrauch in Zusammenhang mit dem Modularfestival? Eine Frankfurter Kanzlei soll sich ab sofort um Vorwürfe kümmern. (Foto: Maximilian Tauch)
Fehlverhalten und Machtmissbrauch in Zusammenhang mit dem Modularfestival? Eine Frankfurter Kanzlei soll sich ab sofort um Vorwürfe kümmern. (Foto: Maximilian Tauch)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtjugendrings (SJR) Augsburg, die von unangemessenem Verhalten im Rahmen des Modularfestivals betroffen sind, können Hinweise nun bei einer neu eingerichteten Untersuchungsstelle melden.

Hintergrund sind Vorwürfe über Fehlverhalten und Machtmissbrauch in Zusammenhang mit dem Modularfestival. Bereits im Mai 2023 habe es diesbezüglich Berichte über Fehlverhalten und Grenzverletzungen gegeben, die Vertrauenspersonen des Festivals an den Bayerischen Jugendring (BJR) meldeten. Der Stadtjugendring habe auf diese Meldungen mit einer E-Mail reagiert, die im Netzwerk an alle Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen geschickt wurde. Darin bat er um weitere Informationen und Aufklärung der Vorwürfe und nannte unabhängige Stellen, bei denen sich Betroffene Unterstützung holen können. „Es gab aber kein Feedback, das zur Aufklärung des Sachverhalts hätte dienen können”, heißt es in einer Mitteilung des SJR.

Auch als Medien im Dezember 2023 erneut über die Vorwürfe berichteten, hätten weder Stadt- noch Bayerischer Jugendring belastbare Informationen vorgelegen. Solche habe der Bayerische Jugendring dann erst Ende Dezember erhalten und sich deshalb dazu entschlossen, die Rechtsanwaltskanzlei Rettenmaier in Frankfurt mit einer unabhängigen Untersuchung zu beauftragen. Die Kanzlei habe umfassende Erfahrung bei der Durchführung solcher Untersuchungen und die dort tätigen Anwältinnen und Anwälte seien unter anderem für mehrere Spitzensport-Verbände als Vertrauensanwälte tätig.

Nach Abschluss der Untersuchung werde die Kanzlei einen Bericht erarbeiten. „Sollte die Untersuchung zur Feststellung eines Fehlverhaltens führen, werden BJR und SJR die erforderlichen Konsequenzen ziehen”, erklärt Philipp Seitz, Präsident des Bayerischen Jugendrings. Die Untersuchungsstelle sei die Grundlage, um den vorgeworfenen Sachverhalt unabhängig aufzuklären und ans Licht zu bringen, was tatsächlich vorgefallen ist. „Dabei müssen die Persönlichkeitsrechte aller Betroffenen gewahrt werden. Es dürfen keine Vorverurteilungen stattfinden“, so Seitz weiter.

Laut SJR-Vorsitzender Marlene Mechold hat es beim Stadtjugendring bisher zahlreiche Gespräche und Vermittlungsversuche vonseiten des Vorstands gegeben, bei denen die Situation jedoch nicht geklärt werden konnte. Zukünftig sollen zwei neu gebildete Arbeitsgruppen bestehende Konzepte verbessern und Beschwerde- und Präventionsstrukturen erarbeiten.

Betroffene können nun etwaige Hinweise auf Fehlverhalten auf Wunsch auch anonym unter hinweis@rettenmaierfrankfurt.de oder telefonisch unter 069 / 874 03 00-10 an die Untersuchungsstelle melden. (pm)

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