Veröffentlicht am 05.02.2024 18:00

Ungewisse Zukunft für die Afa

Volt, Immotage und Afa konnten in diesem Jahr nur knapp über 20.000 Besucher anlocken. Für eine Wiederholung im kommenden Jahr haben die Veranstalter nun Bedingungen genannt.  (Foto: Maximilian Tauch)
Volt, Immotage und Afa konnten in diesem Jahr nur knapp über 20.000 Besucher anlocken. Für eine Wiederholung im kommenden Jahr haben die Veranstalter nun Bedingungen genannt. (Foto: Maximilian Tauch)
Volt, Immotage und Afa konnten in diesem Jahr nur knapp über 20.000 Besucher anlocken. Für eine Wiederholung im kommenden Jahr haben die Veranstalter nun Bedingungen genannt. (Foto: Maximilian Tauch)
Volt, Immotage und Afa konnten in diesem Jahr nur knapp über 20.000 Besucher anlocken. Für eine Wiederholung im kommenden Jahr haben die Veranstalter nun Bedingungen genannt. (Foto: Maximilian Tauch)
Volt, Immotage und Afa konnten in diesem Jahr nur knapp über 20.000 Besucher anlocken. Für eine Wiederholung im kommenden Jahr haben die Veranstalter nun Bedingungen genannt. (Foto: Maximilian Tauch)

Die Zukunft der Augsburger Frühlingsausstellung ist derzeit fraglich. In einem Schreiben haben die beiden Messeveranstalter Afag und Pro Air eine erste Bilanz zum vergangenen Messewochenende gezogen, sich über fehlende Unterstützung durch mehrere Institutionen in der Region beklagt und mehrere Bedingungen für eine Wiederholung im nächsten Jahr aufgestellt.

Um Punkt 17 Uhr am Sonntagabend schlossen sich die Tore für die Besucher des verlängerten Messewochenendes. Das Messetrio aus Immobilientagen, Volt und Afa war in diesem Jahr zum zweiten Mal gemeinsam angetreten und musste einen deutlichen Besucherrückgang hinnehmen. Wie die Veranstalter bekannt gaben, kamen nur knapp über 20.000 Besucher zu den drei Messen, im Vorjahr waren es noch 27.500. Die Gründe dafür seien vielschichtig, weshalb sich die Planer nun genau überlegen wollen, „ob und wie es mit den drei Messen Afa, Immobilientage und Volt weitergehen kann”, wie es in der gemeinsamen Mitteilung heißt, in der unter anderem auch Stadt und Landkreis Augsburg, Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer kritisiert werden.

Als regionale Wirtschaftsförderer hätten diese sich nämlich mit ihrer Unterstützung zurückgehalten. Lediglich die Stadt Augsburg, wird die Kritik weiter ausgeführt, habe einen Stand bespielt. Etliche Institutionen seien nicht vertreten gewesen. Außerdem habe es bereits im Vorfeld Probleme gegeben. So hätte man erst im Herbst mit den Planungen beginnen können, weil wichtige Rahmenbedingungen noch nicht klar waren.

Darüber hinaus seien regionale Verbrauchermessen kostenseitig anders zu bewerten als internationale Großveranstaltungen, geben die Verantwortlichen zu bedenken. „Zwei Firmen, die Afag und Pro Air, stemmen und zahlen ein Produkt für die Region, für die Stadt Augsburg, die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg sowie den gesamten Bezirk Schwaben”, kritisiert Fabian Lohr als Veranstalter der beiden Fachmessen Immotage und Volt und fordert von den Beteiligten nun „neue Impulse”. Eigentlich sei „das alles nur noch eine Liebhaberei”, sagt er. Er sehe die Pro Air als Augsburger Agentur zwar in der Pflicht, „aber nicht um jeden Preis”. Lohr sei zwar gewillt, im kommenden Jahr weiterzumachen, aber nicht wenn „wir draufzahlen und auch noch belächelt werden”.

Auch die Chefs der Afag fordern einen „Schulterschluss” aller Beteiligten. Zukünftig müsse man wieder größer denken, meint Thilo Könicke, Geschäftsführer des Messe-Unternehmens, und fordert ein Bekenntnis zu den drei Messen, die seiner Meinung nach in die Region gehören.

Für den Fall, dass die Frühjahrsausstellung im kommenden Jahr noch einmal aufgelegt wird, sehen die Verantwortlichen aber noch einige Themen, die man erneut „auf den Prüfstand” stellen müsse. So beispielsweise die Preise für Infrastruktur, Eintritt, Parken und den öffentlichen Nahverkehr. Auch ein attraktives Programm für die drei Messen sei notwendig. Ihrerseits geben die Planer an, künftig auf deutlich mehr Infotainment setzen zu wollen und die gesamte Preisgestaltung neu zu überdenken. Vonseiten der Messe-Besucher war am Wochenende vor allem ein zu geringes Angebot an Ausstellern im Vergleich zu den als zu hoch empfundenen Ticketpreisen beklagt worden. (mjt)

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